Gemeinnützigkeit

Nach einem langen und steinigen Weg ist es uns gelungen: Unser Imkerverein wurde vom Finanzamt Darmstadt offiziell als gemeinnützig anerkannt – für die Zwecke Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltschutz.

Vielen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!

Mit dieser Anerkennung, ein Ergebnis vieler Gespräche und großer Bemühungen der Beteiligten, wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Unsere Ziele, die in unserer Satzung gemeinsam festgelegt wurden, sind damit ein Stück näher gerückt.

Nun gilt es, dieses Wort „Gemeinnützigkeit“ weiterhin mit aktivem Leben zu füllen. Alle, sowohl aus unserem Verein als auch von „außerhalb“, sind aufgerufen, ihre Ideen und Wünsche für gemeinnützige Aktionen und Projekte einzubringen – per Mail, WhatsApp, Signal, Telefon oder persönlich. Im nächsten Jahr wird dazu auf unserer Homepage eine neue Seite eingerichtet, wo alle Vorschläge gesammelt werden können.

Nähere Informationen folgen zu gegebenem Zeitpunkt.

Runder Tisch zur Vespa Velutina

Die asiatische Hornisse (Vespa Velutina) ist stark auf dem Vormarsch und hat auch uns hier in Darmstadt in diesem Jahr schon einiges gekostet. Die Art ist offiziell seit März 2025 als „weit verbreitet“ und nicht mehr „invasiv“ eingestuft, was zur Verschiebung der Verantwortung bei der Eindämmung der Art geführt hat – von den Schultern der Stadt/dem Land auf die Schultern derer, die im Moment am offensichtlichsten darunter zu leiden haben: den Imkerinnen und Imkern.

Stefan Fuchs, ein vielseitig engagierter Darmstädter Imker, lud deshalb am 26.11.2025 zu einem runden Tisch „Vespa Velutina“ in die neuen Räumlichkeiten des BUND in der Orangerie ein, um die bislang einzeln Handelnden zusammenzubringen, zu vernetzen und im kommenden Jahr dadurch eine wirkungsvollere Eindämmung der Ausbreitung zu erreichen.
Drei Imkervereine (Weiterstadt-Gräfenhausen, Darmstadt-Griesheim und Roßdorf), das Umweltamt Darmstadt, das Umweltamt Mörfelden, der BUND, die Stadtverordneten, der Kreisverband Starkenburg Kleingärten, das Bieneninstitut Kirchhain und die Hornissenberatung waren in der Runde durch jeweils eine Person vertreten, tauschten Erfahrungen und Informationen aus und besprachen sowohl die aktuelle Situation als auch Vorschläge für sinnvolle Maßnahmen, um im nächsten Jahr mehr gemeinsam und somit effektiver den Vormarsch der asiatischen Hornisse und die von ihr verursachten Schäden einzuschränken.

Denn auch wenn die Art nicht mehr als „invasiv“ im offiziellen Sprachgebrauch genannt wird, breitet sie sich doch in genau diesem Maße aus, wie die aus der Runde berichteten Zahlen bestätigen:

Darmstadt + Weiterstadt
2024: 10 + 4 Nester entfernt
2025: 38 + 16 Nester entfernt

Mörfelden
2024: 0 Nester
2025: 3 Nester entfernt

Und auch die Betroffenen werden nicht mehr nur noch diejenigen sein, die sich der Imkerei widmen, sondern auch zunehmend die Obstbauern und Landwirte sowie die Bevölkerung allgemein, denn die asiatische Hornisse bedient sich auch gern an Weintrauben u.a. Obst, was zum Verderben der Früchte führt und die Erntemenge reduziert. Durch ihre Aggressivität im Rahmen der Nestverteidigung ist es sehr wahrscheinlich, dass sich bei vermehrter Anzahl der Nester im Stadtgebiet auch die Meldungen von Stichverletzungen häufen werden. Deswegen ist es so wichtig, wirklich alle Beteiligten einzubinden und sich über die beste Vorgehensweise zu einigen.

An diesem ersten runden Tisch wurden dafür schon einige Vorschläge für Maßnahmen besprochen, z.B.:
• Sammlungen innerhalb der Imkervereine zur Bezahlung von Nestentfernungen (von Weiterstadt und Roßdorf bereits umgesetzt)
• Sensibilisierung der Bevölkerung durch verstärkte Information (Pressemitteilungen/Infokampagne des Umweltamts geplant)
• Lokales Monitoring, auch in Form geografischer Karten
• Erweiterung des Schulungsangebots (Vorträge, Flyer, Homepages)
• Ausschüttung von Prämien für jedes gefundene/entfernte Nest
• Beschaffung von Ausrüstung zur Nestsuche und -entfernung aus Fördermitteln des Landes
• Unterstützung von Forschungen zur Vespa Velutina

Wichtig bei alldem bleibt dabei, jegliche Schäden zu melden, damit ein Überblick über die Verluste und deren geografische Verteilung möglich wird (https://www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=129839, https://deutscherimkerbund.de/neues-zubreak-vespa-velutina).

Für Anfang des nächsten Jahres ist ein weiterer runder Tisch geplant, zusätzlich auch mit jemandem vom Kreis LADADI, um die Maßnahmen und das weitere geplante Vorgehen konkreter zu besprechen.

Premiere bei den Ferienspielen

Erstmalig in der Vereinsgeschichte waren wir in diesem Jahr Teil des Ferienspiele-Katalogs der Stadt Darmstadt und Griesheim. Am ersten Sommerferien-Samstag, dem 13.7.2024, begrüßte unser engagiertes und erfahrenes Vereinsmitglied Hannes zusammen mit unserem 2. Vorsitzenden Dirk die interessierten Kinder und Jugendlichen auf der Ludwigshöhe am Stand der dortigen Bienen. Nachdem die standesgemäße Schutzkleidung angelegt wurde, erwartete sie ein faszinierender Einblick in einen Bienenstock, eine Verkostung verschiedener Honige von Hannes‘ Bienen und eine Menge spannender Informationen rund um die Bienen und die Imkerei. Die Veranstaltung dauerte zwei Stunden und die jungen Besucher haben am Ende nicht nur viel Wissenswertes, tolle Eindrücke und weiterführendes Infomaterial von Hannes bekommen, sondern auch noch ganz besondere Gummibärchen – aus Honig. 🙂

Der zweite geplante Termin wird am Samstag, dem 27.7.2024, am selben Ort stattfinden.

Unser Beitrag zum Ferienspiele-Katalog „Aktive Ferien 2024“ der Stadt Darmstadt

Ausbreitung der asiatischen Hornisse stoppen

(Bild: Vespa velutina im Vergleich zur Honigbiene)

Die aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist nach den Vorgaben der Europäischen Kommission eine nicht-heimische, invasive Art und fällt in die Kategorie der Früherkennung, wonach sie überwacht (Monitoring) und bekämpft werden muss.

Seit ihrem Erstnachweis 2014 in Deutschland breitet sie sich immer weiter aus. Inzwischen gibt es Nachweise und Nestfunde in weiteren Bundesländern. Neben Baden-Württemberg wurde die Art 2023 auch in Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Bayern und NRW bekämpft.

Die Asiatische Hornisse profitiert von den warmen Sommern und den milden Wintern. Sie trifft als gebietsfremde Art auf hervorragende Bedingungen, um sich erfolgreich zu verbreiten. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Insekten, Wirbeltierkadaver, Fisch, aber auch das Fruchtfleisch reifer Früchte, Weintrauben, Äpfel, Pflaumen sowie andere kohlenhydratreiche Speisen und Getränke.

Man erkennt die Asiatische Hornisse an ihrer schwarzen Grundfärbung: Die Brust ist schwarz, der Hinterleib dunkel mit wenigen gelben Binden. Die Beine sind schwarz-gelb gefärbt.

Um die Ausbreitung und kostenintensive Nestentfernungen im Herbst auszubremsen, können Mithilfe von Locktöpfen in den Frühlingsmonaten Jungköniginnen lebend abgefangen werden. Die Locktöpfe können auf den Balkon, in den Garten oder auf das Fensterbrett gestellt werden. Einen Locktopf herzustellen, ist einfach: Schraubglas – Loch in den Deckel – Docht aus gefaltetem Küchenkrepp oder Leinen durch das Loch ziehen. Der Docht sollte bis auf den Boden reichen. Lockstoff zur Befüllung des Glases: 1/3 Bier, 1/3 lieblichen Wein, 1/3 Himbeersirup o. ä.

Bitte melden Sie die Sichtung mit Foto des Insekts auf der Seite des HLNUG (Link am Ende des Artikels). Nach einer Verifizierung und Bestätigung kann das Tier abgetötet werden. Somit wird der Lebenszyklus unterbrochen und große Nester verhindert. Eine Meldung ist unbedingt erforderlich. Bitte verzichten Sie im Sinne des Artenschutzes auf Fallen. Auch sogenannte „Lebendfallen“ tragen zum Verlust heimischer Arten bei.

Hier noch die URLs zu den Webseiten der HLNUG (Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie) bzgl. asiatischer Hornisse.

Infoseite: https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/hornisse

Meldeplattform: https://meldeportal-hessen.multibasecs.de/CloudPages/136/AddBeobachtung.aspx?ID_Art=1051572&Type=N

Über den „Herunterladen“-Button (siehe unten) können Sie die obigen Infos in PDF-Form rausziehen und gern über alle Kanäle weiterverbreiten.

Import-Honig: Gepanschter Mix unbekannter Herkunft

Telepolis hat einen Artikel veröffentlicht, der aufzeigt, was das eigentlich ist, was in den Supermärkten als billiger „Honig“ verramscht wird.

Telepolis schreibt: „Offiziell darf in einem Glas Honig nichts, als Honig sein. In der Praxis jedoch landet alles Mögliche darin: Zuckersirup, Wasser, Farbstoffe. Bei einem Test mit 320 gezogenen Proben waren 147 offensichtlich gepanscht. Nahezu die Hälfte entsprach nicht den Anforderungen der EU-Honigrichtlinie.“

Wir Imker sind der Meinung, dass es nach diesen Erkenntnissen an der Zeit ist, die EU-Honigverordnung einmal konsequent durchzusetzen. Auch der Verbraucher sollte wissen, dass zwischen einem Glas Honig für 3,50 € aus dem Supermarkt und einem Glas Honig vom Imker für 8 € ein grosser Unterschied besteht.

Orginal-Artikel lesen:

https://www.telepolis.de/features/Import-Honig-Gepanschter-Mix-unbekannter-Herkunft-9054590.html?wt_mc=rss.red.tp.tp.atom.beitrag.beitrag

Auch das Bienenjournal gibt Infos über gepanschten Honig:

Wenn Sie echten Honig aus Ihrer Region direkt vom Imker bevorzugen, werden Sie hier bestimmt fündig.