Frühjahrsgrüße für die Bienen

Die Nächte sind jetzt schon sehr kühl und die Bäume werfen ihr Laub ab. Wer sich bereits im Herbst auf das nächste Frühjahr freut, kann nun schon Beete mit Zwiebel- und Knollenpflanzen anlegen und bei der richtigen Auswahl der Pflanzen den Insekten etwas Gutes tun. Schon in wenigen Monaten werden diese Pflanzen den Beginn der neuen Vegetationsperiode einläuten.

Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten Sonnentage anstehen, werden auch die Bienen langsam aus ihrer Winterruhe erwachen. Noch zeitiger können Sie bereits ab Tagestemperaturen von ca 6°C die ersten Hummeln beobachten.

Zwar sind die Tage noch kurz und die Sonne steht so kurz nach der Wintersonnenwende noch recht tief am Himmel, aber nach einem langen Winter brauchen die Bienen und Hummeln im zeitigen Frühjahr neues Futter. Winterlinge, Schneeglöckchen oder Märzenbecher öffnen als eine der ersten Pflanzen ihre Blüten für hungrige Bienen und Hummeln. Auch mit der kleinen turkestanischen Tulpe und dem Krokus können Sie den Bienen bereits im zeitigen Frühjahr etwas Gutes tun. Der oftmals wild aufgehende Huflattich und die Bergenie ziehen als Geophyten ebenfalls ihre Kraft über den Winter in ihre Wurzel zurück, um dann im zeitigen Frühjahr unter den ersten zu sein, die Farbe in das Grau-Braun des Winters bringen.

Sollten Sie an einem schönen Herbsttag über einen der zahlreichen Bauernmärkte schlendern und Blumenzwiebeln kaufen, packen Sie doch einige Knollen dieser Frühjahrsblüher dazu. Wenn ihr Nachbar bereits eine der Pflanzen im Garten hat, gibt er Ihnen bestimmt einige Knollen ab, denn alle drei vermehren sich im Garten von alleine. Achten Sie beim Kauf von Zwiebeln und Knollen darauf, dass die Blüten nicht gefüllt sind. Bei gefüllten Blüten sind die Staubblätter, welche eigentlich eiweißreichen Pollen anbieten sollten, zu Blütenblättern umgebildet. Was für den Menschen ein schöner Anblick ist, ist für die Bienen eine bunte Wüste.